BaFin spezifiziert Begriff der Anlageberatung

BaFin spezifiziert Begriff der Anlageberatung

Für Anbieter von Robo Advising ist es unter anderem entscheidend, ob ihr Angebot als Anlageberatung aufgefasst wird. Liegt der Tatbestand der Anlageberatung vor, bedarf es einer Lizenz nach §32 KWG. Im August hat sich die BaFin nun erklärt und erläutert, was genau unter Anlageberatung zu verstehen ist. So ist jedes Angebot, welches aufgrund persönlicher Umstände eine persönliche Handlungsempfehlung gibt, als Anlageberatung aufzufassen. Da dieser Umstand auf wohl jeden Robo Advisor zutrifft, benötigen diese damit grundsätzlich eine Lizenz nach §32 KWG. Mehr erfahren

Redaktionelle Anmerkung der micobo GmbH: Die Erklärung der BaFin löst damit Unklarheiten hinsichtlich des Begriffs der Anlageberatung auf und stärkt die Notwendigkeit einer entsprechenden Lizenz. Für Robo Advisor ohne KWG-Lizenz bestehen damit drei Möglichkeiten, die Compliance zu erfüllen. 1) Bemühung um eine KWG-Lizenz und Erfüllung der entsprechenden Auflagen, 2) Kooperation mit einem entsprechend lizenzierten Institut, welches alle aufsichtsrechtlich relevanten Tätigkeiten übernimmt, 3) In Kombination mit einer Lizenz nach §34 GewO kann sich auf eine Bereichsausnahme berufen werden, womit Anlageberatungen zu bestimmten Produkten (etwa ETFs) auch ohne KWG-Lizenz konform sind.